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Review: Houkago no Pleiades

01.02.2011 von Yuffie

 

Das tollpatschige Mädchen Subaru ahnt nicht was auf sie zukommt, als sie von einem seltsamen Wesen bestohlen wird. Auf der Suche nach ihrem wertvollen Kompass, den sie immer dann nutzt, wenn sie die Sterne beobachtet, wandert sie durch die Schule. Ihrer Intuition folgend landet sie schon bald darauf in einem Club mit einer Handvoll Magical Girls, darunter auch ihre Freundin Aoi. Aber auch das Wesen, welches ihren Kompass gestohlen hat, befindet sich im Raum und ehe sich Subaru versieht, ist sie eine von ihnen. Die Aufgabe der Magical Girls ist es, dieses Plejades Alien wieder nach Hause zu schicken - dazu müssen sie nur Fragmente von Sternen sammeln...

 

 

Genre: Magical Girl
Studio: GAINAX (Shin Seiki Evangelion, Furi Kuri, Top wo Nerae!...), Subaru (Autohersteller)
Episodenzahl: 4 Episoden á 6 Minuten
Fansub-Gruppe: EveTaku, Nutbladder

 

 

Ja, ihr habt richtig gelesen! Bei diesem Anime hatte doch tatsächlich der japanische Autohersteller Subaru seine Finger im Spiel! Doch glaubt mir, dieser Anime hat nicht wirklich viel mit dieser Marke zu tun. Falls ihr also Autonarren seid und gehofft hattet, endlich was nach eurem Geschmack zu sehen, muss ich euch leider enttäuschen. Fans vom Genre Magical Girl sollten aber unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, ob sich die insgesamt 24 Minuten Anime denn wenigstens lohnen!

 

Gerade mal so lang wie eine reguläre Anime-Folge ist dieses ONV (Original Net Video), folglich waren meine Bedenken groß, ob man eine Story in so kurzer Zeit wirklich über die Bühne bringen kann. Zu meiner Überraschung ist es GAINAX aber durchaus gelungen, mich mit diesem Werk, wenn auch nur für jeweils sechs Minuten, an den Bildschirm zu fesseln. Zu Beginn scheint die Story noch recht verwirrend und man fühlt sich eigentlich genau wie die Protagonistin, und dieses Gefühl der Ahnungslosigkeit zieht sich auch bis zur zweiten Episode hin. Dort wird dann zumindest ein wenig Licht ins Dunkel gebracht. Natürlich bleiben bestimmte Hintergründe weiterhin offen, vor allem in Anbetracht der Charaktere tappt man ziemlich im Dunkeln. Wer sich aber gleich zu Beginn bewusst macht, dass es sich eher um eine Kurzgeschichte handelt, lässt sich mit den kleinen Happen, die man bekommt vielleicht doch noch abspeisen.

 

Die Charaktere habe ich ja bereits erwähnt und hier liegt meiner Meinung auch der Hase begraben, denn man bekommt ganze sechs Charaktere vorgesetzt, von denen man eigentlich nur Subaru wirklich kennenlernt. Während also fünf Figuren aus dem Cast vollkommen im Dunkeln bleiben, muss die kleine, tollpatschige, aber irgendwie sehr liebenswürdige Subaru brillieren. Dies schafft sie leider nicht immer. So transportiert sie in einigen Szenen schon sehr viel Emotionen, die beim Zuschauer auch sicherlich ankommen, aber hier und da wirkt sie auch einfach nur wie die typische Protagonistin. Süß, unbeholfen - aber im letzten Moment dann doch heldenhaft. Es gab noch weitere Charaktere und einige zeigten sogar den Ansatzt einer gelungenen Persönlichkeit. Würden die Episoden länger gehen oder gäbe es mehr von Ihnen - ich bin mir sicher, da ist Potenzial!

 

Visuell gesehen hat man es hier doch mit einem recht guten Anime zu tun. Das Charakterdesign ist ansprechend, solange man es eben eher niedlich mag und die Kostüme lassen das Magical-Girl-Herz gleich mal einen Riesensprung machen. Sicherlich bietet sich einem hier nicht das außergewöhnlichste Design, hübsch ist es dennoch. Es bietet nämlich schöne Hintergründe mit hübschen Details und sogar Spezialeffekte finden hier gut eingebracht ihren Platz. Was ich persönlich aber als am Besten empfand, waren die Artworks die man zu sehen bekommt, wenn man sich die Credits am Ende der letzten Episode zu Gemüte führt. Von originalen Konzept-Bildern bis hin zu entzückenden FanArts bekommt man doch einiges zu sehen.

 

Musikalisch fällt die Qualität des Anime leider wieder ab. Viele Szenen blieben ohne passende Hintergrundmusik zurück, dabei hätten sie eine atmosphärische Unterstützung durchaus gebrauchen können. Es fehlte an dramatischen Orcheserstücken, einsamen Piano- und melancholischen Geigen-Klänge. Somit hätte man nicht nur die emotionalen Stellen, die ich vorhin erwähnte, voll ausnutzen, sondern auch die anderen hervorheben und so vielleicht aufwerten können. Was am Ende jedoch zurück bleibt,  ist der quietschige Endingsong von den Seiyuus der Magical Girls, welcher nicht sonderlich aus dem üblichen J-Pop-Geträller hervorsticht und maximal eine extra-dicke Schicht Zuckerguss über dem Gesamtwerk zurücklässt.

 

Fazit und Wertung
5,5 Stern-Fragmente von 10 Stern-Fragmenten hat dieser Anime jedoch trotzt meiner Kritik verdient. Zwar heißt es immer "In der Kürze liegt die Würze", doch genau Besagtes wurde den vier Episoden Magical-Girl-Power zum Verhängnis. Immer wieder merkt man, dass man es hier mit einem unterhaltsamer Genrevertreter zu tun hat. Doch in der kurzen Laufzeit, gepaart mit der geringen Zahl von Episoden, kann das Potenzial einfach nicht aufkeimen. Ich hätte wirklich gerne mehr geschrieben, aber es fälllt tatsächlich schwer zu so wenig Umfang viel zu schreiben. Deswegen kommen nun auch meine Schlussworte: Wer 24 Minuten übrig hat und ein Faible für eine sympatische, wenn auch recht einfach gestrickte Heroine hat, sollte sich durchaus die Zeit nehmen.

 

Noch eine kleine Anmerkung der Autorin: Wusstet ihr, dass Subaru (スバル) nichts anderes als "Plejaden" (im englischen "Pleiades") bedeutet? Falls ihr nun noch wissen wollt, was Plejaden sind: Sternhaufen, oft auch Siebengestirn genannt!

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