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12.02.2011 von Kleine Wingweaver
Sawako Kuronuma wird wegen ihren langen schwarzen Haaren und ihrer dunklen Ausstrahlung gemieden, die meisten verwechseln ihren Namen mit Sadako aus „The Ring“ und assoziieren Sawako daher immer mit dieser. Doch ihr Klassenkamerad Shouta Kazehaya, der sehr beliebt an der Schule ist, hilft ihr Anschluss in der Klasse zu bekommen und verbringt viel Zeit mit ihr. Bei Beiden werden die Gefühle füreinander immer stärker und Sawako muss nun lernen, mit ihren unbekannten neuen Gefühlen Shouta Kazehaya gegenüber umzugehen.
Genre:
Drama, Komödie, Romanze, School Life
Studio:
Production I.G
Episodenzahl: 12
Episoden à 24 Minuten
Fansub-Gruppen:
C-Subs,
Male
Preview
Ständig hat
irgendjemand irgendwelche Erwartungen an einen und diesen soll man
auch noch gerecht werden. Welchen Erwartungen überhaupt? Sawako
möchte die Erwartungen ihrer Mitschüler erfüllen, dabei merkt sie
nicht, dass es sich hierbei nicht um Erwartungen, sondern um pure
Gerüchte handelt. Denn wer kann schon einem den Tod bringen, wenn
man die Person nur anschaut? Wohl niemand. Das weiß auch der
allseits beliebte Kazehaya; dieser hilft Sawako, sich in die Klasse
zu integrieren, doch weiß er wegen seinen Gefühlen für sie nicht
immer, wie er ihr gegenüber treten soll. Und als ob das nicht schon
genug wäre, bekommt die Klasse einen neuen Mitschüler, Miura Kento,
der anscheinend Gefühle für Sawako hat und lässt die Beiden weiter
auseinander driften.
Die Charaktere zeigen wie auch schon in
der ersten Staffel sehr früh emotionale Tiefe, wirken durchaus
realistisch und sind alles andere als klischeehaft, wobei Ersteres
hart umstritten ist, da den beiden Protagonisten „ein Hauch“
zu viel Naivität verpasst wurde. So haben wir die Protagonistin
Sawako, die nicht selten mal auf der Leitung steht, ihre Handlungen
erstmal 20 Mal durchdenkt und innerlich oftmals in Panik gerät. Doch
im nächsten Moment ist sie total offen, warmherzig und strahlt eine
sonnige Persönlichkeit aus, welche alle anderen verblüfft,
da diese sie nur als die böse, todbringende Sadako kennen.
Kazehaya, der eigentlich immer sehr selbstsicher erscheint, plagen
diverse Sorgen und Gedanken, da Miura sich zwischen ihn und Sawako zu
drängen versucht. Dabei scheint dieser auf dem ersten Blick gar
nicht allzu böse Absichten zu haben, doch seine wahren Absichten
werden schon nach wenigen Folgen deutlich. Auch Ayane und Chizuru
mischen zwischen Sawako und Kazehaya wieder munter mit; wollen
eigentlich helfen, doch stiften sie wie immer größtenteils
Verwirrung zwischen den Beiden und sorgen somit weiterhin für den
komödiantischen Anteil des Animes.
Der Cast ist also wie gewohnt
eine bunte, außergewöhnliche und sympathische Mischung, die
oftmals glaubwürdig handelt und somit große
Entfaltungsmöglichkeiten hat.
Animation und Sound haben sich
im Vergleich zur ersten Staffel kaum geändert, welches also ein
großer Pluspunkt ist, da eine Veränderung dieses besonderen Designs
doch zu Missmut führen könnte. So ist alles immer noch in den
blassen Farbtönen gehalten und wirkt somit sehr dezent, was gut
zur Atmosphäre des Animes beiträgt, jedoch lassen sich auch
weiterhin die rosa Wolken und die übertrieben glitzernden
Hintergründe auffinden.
Auch dieses Mal wird der Anime von
Tanizawa Tomofumi angeführt, mit seinem Lied „Sawakaze (爽風)“.
Wieder scheint es so, dass das Opening Kazehayas Gefühle
und Gedanken widerspiegelt, während das Ending die von Sawako
zeigen. Dieses heißt „Kimi ni Todoke“ und ist von
MAY'S.
Fazit
Kimi ni Todoke ist ein Anime, der
sich durch die interessanten und sympathischen, wenn auch sehr ungewöhnlichen Charaktere von anderen Romanzen abhebt. Durch die
gegebene emotionale Tiefe der einzelnen Figuren fühlt man nicht
selten mit ihnen. Der Anime ist also perfektes Futter für sensible
Menschen, die gerne mal mitfühlen und mitfiebern. Außerdem scheint
die zweite Staffel sich nun mehr auf Sawako und Kazehaya zu
konzentrieren, so dass die Themen wie Freundschaft, Ausgrenzung und
Mobbing aus der ersten Staffel relativ wenig Bedeutung haben. Somit
zeigt die zweite Staffel mehr Potential in puncto Romanze im
Vergleich zum Vorgänger, sofern ich das nach den ersten fünf Folgen
beurteilen kann. Wem also die erste Staffel bereits zugesagt hat,
sollte auch einen Blick in die neue wagen.
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